Willkommen zurück an der Dunbridge Academy



Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.
Im Februar ist es so weit. Mit Dunbridge Academy: Wherever kehren wir mit der nächsten Generation Schüler:innen an einen Ort zurück, der sich für viele von uns sofort vertraut anfühlt. Für mich ist die Dunbridge Academy genau so ein Setting, bei dem ich schon nach wenigen Seiten wieder drin bin. Sarah Sprinz hat mit ihr einen Ort geschaffen, an dem man sich gleich wieder zuhause fühlt. Die Geschichten an diesem Internat erzählen vom Erwachsenwerden. Von dieser Phase, in der man glaubt, einen Plan zu haben, und dann merkt, dass Gefühle sich nicht an To-do-Listen halten. Sie erzählt von Freundschaften, die langsam wachsen und plötzlich wichtiger werden als gedacht. Und von erster Liebe, die sich oft genauso überwältigend anfühlt wie befreiend.
Was Wherever für mich besonders macht, ist das Zusammenspiel der Figuren. Freundschaften entstehen aus gemeinsamen Struggles, aus Vertrauen und aus dem Gefühl, verstanden zu werden. Dieses Found-Family-Element zieht sich durch die Geschichte aller Charaktere, die die Dunbridge Academy besuchen. Es geht um Menschen, die sich gegenseitig Halt geben, wenn dieser woanders fehlt. Aber auch die widersprüchlichen Gefühle zwischen George und Scarlett werfen Fragen auf. Was passiert, wenn Gefühle nicht in den eigenen Lebensplan passen? Wenn man merkt, dass man nicht alles allein schaffen muss? Für mich liegt genau darin die Stärke der Geschichte, und ich bin noch nicht bereit, die beiden loszulassen.
In Wherever folgen wir Scarlett. Sie weiß genau, was sie will. Sie braucht ihr Stipendium und sie ist bereit, dafür alles zu geben. Disziplin, Ehrgeiz und Kontrolle bestimmen ihren Alltag. Für mich war schnell klar, wie viel Druck sie sich selbst macht. Das ist genau das, was ihre Geschichte so greifbar macht. Denn je fester jemand versucht, alles im Griff zu behalten, desto härter trifft es, wenn etwas dazwischenkommt. George, ihr Erzfeind, ist genau so ein Störfaktor. Klassensprecher, selbstsicher, präsent… Und er steht zwischen Scarlett und ihrem Platz an der Spitze des Stufenrankings. Man spürt, dass hier zwei starke Charaktere aufeinandertreffen, die beide nicht gewohnt sind, nachzugeben. Und dass diese Spannung nicht einfach verschwindet.
Dunbridge Academy: Wherever ist wie ein bittersüßes Wiedersehen. Wir haben eine Generation verabschiedet und widmen uns einer neuen, die es genauso verdient hat, gehört zu werden. Die Story zwischen Scarlett und George erzählt von hohen Erwartungen, über Nähe und über den Mut, Kontrolle loszulassen. Für alle, die die Reihe bereits lieben, fühlt sich dieses Buch wie Heimkommen an. Und für alle, die neu einsteigen, ist es ein starker Einstieg in eine Welt, die lange nachhallt. Ich bin auf jeden Fall bereit für die Rückkehr an die Dunbridge Academy. Und ich habe das Gefühl, Scarletts Geschichte wird vielen aus der Seele sprechen.