Jasmin erklärt... Bookish Vokabular – Diese Begriffe und Abkürzungen sollte jeder Bookie kennen!


„Only one more chapter“ – famous last words. Ich liebe cozy Bücher, bleibe dafür auch gerne mal bis nachts um zwei wach und brauche zwischendurch immer eine Portion Spannung. Mein SuB? Eher eine stetig wachsende Herzenssammlung.
Damit seid ihr jetzt bestens vorbereitet, euch in der Buchwelt noch ein bisschen sicherer zu bewegen.
Das war’s erstmal aus meiner kleinen Vokabelkiste.
Ich freue mich schon auf alles, was wir in den nächsten Beiträgen gemeinsam ausgraben werden.
Stay tuned & stay bookish!
Wir alle lieben es doch, uns in die Bücherwelt fallen zu lassen und (für ein paar Stunden) komplett abzutauchen. Doch was bedeuten eigentlich all diese Begriffe, die uns in Blogs und auf Social Media ständig begegnen?
In diesem Format möchte ich euch typische Themen, Begriffe, Abläufe und generell alles rund um Bücher, Verlage und die Buchwelt erklären.
Für diesen ersten Beitrag habe ich die Begriffe rausgesucht, die uns wirklich jeden Tag begegnen. So seid ihr in zukünftigen Diskursen mit anderen Bookies bestens informiert!
Tropes sind grundsätzlich wiederkehrende Elemente in Büchern. Dabei handelt es sich meistens um Motive, Themen oder Erzählstrukturen, die man quasi als Bausteine betrachten kann. Sie können sowohl als Werkzeug von Autorinnen beim Schreiben genutzt werden als auch im Nachhinein, um Bücher so zu beschreiben, dass wir Leserinnen auf einen Blick einen Überblick über die Themen bekommen.
Welche Tropes es gibt und was sie genau bedeuten, erkläre ich nochmal in einem eigenen Artikel.
SuB und TBR sind Abkürzungen für sehr häufig verwendete Begriffe in der Bookbubble.
SuB steht für „Stapel ungelesener Bücher“ und bezeichnet alle Bücher, die man schon gekauft, aber noch nicht gelesen hat.
TBR ist das englische Äquivalent dazu und steht für „to be read“. Diese Bezeichnung wird vor allem in englischsprachigen oder internationalen Buch-Communities genutzt.
Wenn jemand sagt, dass er/sie ein Buch „DNF’t“ hat, bedeutet das, dass es abgebrochen wurde.
DNF ist die Abkürzung für „did not finish“ und sie wird aber sowohl in englischen als auch in deutschen Communities verwendet.
Bei einem Farbschnitt handelt es sich um eine Buchveredelung. Dabei werden eine oder mehrere Buchkanten farbig gestaltet. Wie diese Gestaltung aussehen kann, ist ganz unterschiedlich: Oft wird das Design an das Cover angepasst, manchmal gibt es aber auch Reihen, deren Farbschnitt über alle Bände hinweg ein großes Motiv ergibt, wenn sie zusammen im Regal stehen.
Wir lieben Farbschnitte, denn was gibt es Schöneres als ein Buch, das nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch absolut überzeugt?
Diese beiden Abkürzungen sind superverbreitet und sehr simpel:
FMC steht für eine weibliche Protagonistin (engl. „female main character“),
MMC für einen männlichen Protagonisten (engl. „male main character“).
Hot, hotter, Spice … oder doch lieber Tension? Das kommt ganz darauf an, was man gerne liest.
Von „spicy“ Büchern spricht man, wenn explizite (sexuelle) Szenen vorkommen, die über das grobe Andeuten von Intimität – auch „closed door“ genannt – hinausgehen.
Tension (engl. „Spannung“) beschreibt dagegen die oft zwischen den Zeilen schwebende emotionale oder körperliche Spannung zwischen Charakteren. Sie sorgt dafür, dass viele Leser*innen einfach weiterlesen müssen, um zu erfahren, wie es zwischen den Figuren weitergeht.
Triggerwarnungen sind Hinweise in Büchern (bei uns immer am Ende platziert, um nicht zu spoilern), die auf potenziell traumatische Inhalte aufmerksam machen. So können Leserinnen selbst entscheiden, ob sie sich damit wohlfühlen, eine Geschichte zu lesen, in der diese Themen vorkommen.
Sie schützen davor, dass Leserinnen sich von bestimmten Inhalten überfordert oder nicht mehr sicher fühlen.
Den Autor*innen und uns als Verlag ist es wichtig, dass Lesen ein Safe Space bleibt – und Triggerwarnungen helfen uns dabei, auf sensible Themen hinzuweisen, ohne zu viel zu verraten.
Dabei handelt es sich um gängige Abkürzungen, die die Ausgabe eines Buches beschreiben.
HC steht für „Hardcover“, also die gebundene Ausgabe. Die Buchklappen und der Buchrücken bestehen aus festem Karton.
PB steht für „Paperback“, eine taschenbuchähnliche Ausgabe. Hier sind Cover und Rücken aus dünnerem, flexiblerem Karton gefertigt.
Paperbacks sind leichter und kompakter, Hardcover dafür stabiler und weniger anfällig für Eselsohren.
Bei einer Reihe handelt es sich um mehrere Bücher, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Man muss sie also in einer bestimmten Reihenfolge lesen, weil Handlung, Figurenentwicklung und Plot-Twists zusammenhängen.
Ein Standalone ist ein Einzelband, der eine vollständige Geschichte erzählt und für sich allein steht.
Interconnected Standalones sind Einzelbände, die unabhängig voneinander funktionieren, aber in derselben Welt spielen. Man begleitet zum Beispiel eine Freundesgruppe oder eine WG, und jeder Band erzählt die Geschichte einer anderen Figur oder Paares. So bekommt man in jedem Buch etwas mehr Kontext zu allen Charakteren, kann aber grundsätzlich jedes für sich allein lesen.