Wie entsteht eigentlich ein Buch? Wer steckt hinter unseren Covern, Veranstaltungen oder Fotoshootings? In unseren Behind-the-Scenes-Artikeln nehmen wir dich mit hinter die Kulissen von LYX und zeigen dir, was zwischen Manuskript und Buchregal passiert. Entdecke spannende Einblicke, lerne die Menschen hinter unseren Büchern kennen und begleite uns bei Projekten, die sonst oft im Verborgenen bleiben.

Kannst du uns ein bisschen mit hinter die Kulissen nehmen? Wie entsteht bei dir eine Buchillustration von der ersten Idee bis zum fertigen Artwork? Normalerweise startet der Weg bei mir immer auf Pinterest, da habe ich zig Bilder (und Memes) gepinnt, die mir als grobe Inspiration für Farbpaletten, Posen oder auch Vibes dienen. Genaue Posen erstelle ich manchmal mit MagicPoser oder DAZ3D, die mir dann als direkte Referenz für z.B. Blickwinkel dienen. Der Rest passiert, während ich an dem Artwork arbeite: Es ist seeeehr trust-the-process. Manchmal skizziere ich die Posen erst und füge darunter Grundfarben ein, die dann zusammen ausgearbeitet werden. Und manchmal überspringe ich das Skizzieren komplett und starte direkt mit den Farben. Bei der Ausarbeitung habe ich Pinterest auch oft im Split-Screen oder auf meinem Laptop auf, weshalb ich dann mitten im Prozess auch gerne eine Kurve mache, wenn mir plötzlich einfällt „wait, was ist, wenn ich hier noch ein Detail einfüge oder da die Pose ändere, um die Dynamik zwischen den Charakteren zu ändern?“. Das ist immer so ein Hin und Her bei mir und die ersten Ideen, die ich zu Beginn hatte, werden immer erweitert. Bevor du mit dem Zeichnen beginnst: Liest du das Manuskript oder arbeitest du eher mit einem Briefing und einzelnen Szenen? Wie bereitest du dich auf ein neues Projekt vor? Wenn ich ein Manuskript für ein Projekt bekomme, lese ich es immer – oder zumindest einen Teil. Ich finde es wichtig, zu verstehen, wie die Charaktere so sind, wie sie sich verhalten und mit anderen interagieren. Das ist insbesondere bei einer Illustration mit mehreren Charakteren wichtig. Natürlich brauche ich vorher trotzdem ein Briefing, um zu wissen, worauf ich achten muss. Aber das Briefing, finde ich, gibt mir selten genug Infos, dass ich die Charaktere so verstehen kann, wie als wenn ich das Buch tatsächlich gelesen habe. Deswegen ist für mich persönlich das Lesen von Szenen oder des ganzen Buches sehr wichtig. Dazu macht es mir auch noch Spaß, kleine Details einzubringen, die die Fans der Bücher verstehen könnten. Deine Illustrationen erzählen oft schon eine eigene Geschichte. Worauf achtest du besonders, damit ein Motiv Emotionen transportiert, ohne zu viel von der Handlung zu verraten? Die Gesichtsausdrücke finde ich da unglaublich wichtig. Deswegen lese ich die Bücher auch gerne im Voraus, um zu wissen, wie die Charaktere in der Situation theoretisch reagieren würden. Die Illustrationen, an denen ich am liebsten arbeite, sind die, die eine Beziehungs-Dynamik „metaphorisch“ visualisieren. Zum Beispiel habe ich mal die Charaktere aus dem Buch Alchemised von SenLinYu oder The Jasad Heir von Sara Hashem in dieser Weise illustriert, die diese Couple Dynamic darstellen, indem der Fokus auf die Gesichtsausdrücke und Handgestiken gelegt wird – da setze ich auch künstlerisch einen Fokus, indem die Gesichter besonders fein ausgearbeitet sind, während der Rest des Bildes, etwa die Kleidung oder der Hintergrund, bei genauer Betrachtung eher grob bleibt Die Illustration zu Daggermouth wirkt gleichzeitig düster, geheimnisvoll und voller Spannung. Wie gehst du an die Aufgabe heran, die Atmosphäre einer Geschichte visuell einzufangen? Danke :) Ich arbeite sehr gerne mit grungigen, dunklen Paletten (ich mag auch Pastell gerne, aber das hat hier obviously nicht so gepasst), und hier unterstützt es den dystopischen Charakter der Story wirklich sehr. Gleichzeitig fand ich in dem Buch den Kontrast zwischen dem leuchtenden, futuristischen Kern der Stadt und dem nicht-so-leuchtend dystopischen äußeren Rand der Gesellschaft sehr interessant. Eine dystopische Geschichte ist natürlich oft düster und ebenso ist Daggermouth eine Story, die die Spannung zwischen dem unterdrückenden Regime und den Unterdrückten aufgreift. Das habe ich simplifiziert in der Farbpalette aufgegriffen: leuchtende Apartments und Hochhäuser im Hintergrund, düsterer, blutiger Raum im Vordergrund. Die Szene eignet sich in dem Sinn auch sehr gut für diesen Farbkontrast. (Ich interpretiere immer gerne sehr viel in meine Illustrationen hinein, wie man merkt.) Welcher Teil einer Illustration bereitet dir persönlich am meisten Freude? Sind es Figuren, Landschaften, Details oder etwas ganz anderes? Das kommt immer total auf das Medium an, zu dem die Illustration gehört. Zum Beispiel liebe ich es, bei Geschichten mit kultureller und/oder historischer Inspiration an Accessoires sowie Landschaften zu arbeiten (Shoutout an This Woven Kingdom). Ansonsten sind für mich generell immer Gesichter der liebste Teil, deswegen kostet er mich meistens auch so viel Zeit. Auch der Teil, wenn eine Illustration fast fertig ist, und ich zig Overlays über das gesamte Bild lege, um ihm eine Textur oder ein besonderes Leuchten zu verleihen, macht mich immer sehr happy. Gibt es Elemente, Farben oder Lichtstimmungen, zu denen du immer wieder zurückkehrst, weil sie deinen Stil besonders prägen? Ich glaube, am ehesten würde man meinen Stil mit dunklen, grungigen Farben verbinden, speziell einem schwarzen Hintergrund, weil ich da immer wieder hin zurückkehre. Da kann man leuchtende Akzent besonders gut setzen und ebenso finde ich, dass man die Texturen da eher sieht. Ich entscheide mich eigentlich bei jeder Illustration zwischen zwei Wegen: Dunkle Farbpalette oder Pastellfarben (weil whimsical). Also sind das für mich natürlich die Farben, die immer irgendwie da sind. An welcher Stelle verbringst du beim Illustrieren meistens die meiste Zeit? Gibt es einen Arbeitsschritt, der oft unterschätzt wird? Ich glaube eher, dass es viele Arbeitsschritte gibt, die oft überschätzt sind, und erst als ich das für mich herausgefunden habe, konnte ich mich auf Teile im Prozess fokussieren, die für mich wichtig sind. Zum Beispiel habe ich am Anfang sehr viel Zeit in die Ausarbeitung von Kleidung gesteckt (was mir leider oft nicht sehr viel Spaß gemacht hat). Natürlich kann die Kleidung im Mittelpunkt einer Illustration stehen. In meinem Fall war es aber eher „Overrendering“, also eine Ausarbeitung, die für das Gesamtbild gar nicht nötig war. Stattdessen habe ich angefangen, eher einen Fokus auf Farb-Gesten zu legen. Sprich, ich arbeite eher mit gut gewählten Farben und groben Farbstrichen, denn Betrachtende sehen das Bild als Ganzes. Da reicht schon die Andeutung einer Naht oder Falte durch die einfache Wahl eines helleren oder dunkleren Farbstriches, die einen Schatten oder eine Erhebung andeutet. Das Auge ergänzt den Rest automatisch und ich glaube, das Konzept wird oft unterschätzt. Gleichzeitig wandert das Auge bei meinen Bildern oft sofort auf die Hände oder das Gesicht bzw. die Mimik, weshalb ich da eben auch am meisten Zeit verbringe. :) Wenn du auf die Illustration zu Daggermouth zurückblickst: Gibt es ein Detail, das dir besonders am Herzen liegt oder auf das Leser:innen beim genaueren Hinsehen achten sollten? Shadera ist für mich ein sehr besonderer Charakter, was mit an ihren Narben und Tattoos liegt. Wenn man genau darauf achtet, erkennt man, dass manche ihrer tiefen Narben in der Illustration von Schusspatronen sind. Das ist etwas, was ich sonst noch nie illustriert habe. Es ist ein cooles Detail, was Shaderas Charakter definiert, ohne dass man das Buch überhaupt gelesen haben muss. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus? Hast du Rituale, Musik oder einen festen Ablauf, der dich beim Zeichnen begleitet? Mein Tag fängt eigentlich immer damit an, dass ich mir einen Kaffee mache (der eigentlich nichts mehr mit einem Kaffee zu tun hat, weil er zu 90 Prozent aus Milch und Sirup besteht) und damit in der Hand das Gedöns mache, das weniger mit dem Zeichnen an sich zu tun hat: Emails lesen und beantworten, Papierkram bearbeiten und auch Referenzen und Ideen auf Pinterest finden. Ich höre liebend gerne Musik und habe zig verschiedene Playlists, die mich dabei begleiten: von Pop zu R&B über Klassik. Die Playlists höre ich natürlich auch beim Lesen, passend zum Genre. Die Musik, die ich mit einem Buch verbinde, höre ich deshalb auch sehr gerne beim Zeichnen zugehöriger Projekte. Alchemised und Sleep Token sowie The Jasad Heir und The Crane Wives gehören so zum Beispiel in meinem Kopf zusammen und bilden jeweils ein Pärchen. Und wenn ich an einer Illustration zu This Woven Kingdom arbeite, muss mindestens einmal “A Romantic Flight” von John Powell laufen. Natürlich hatte ich bei der Illustration für Daggermouth meine Dystopian Playlist an, die schon seit Jahren besteht (Shoutout an Shatter Me). Was wünschst du dir, dass Leser:innen empfinden, wenn sie deine Illustration zum ersten Mal sehen und anschließend in die Geschichte eintauchen? Natürlich ist das erste Ziel: „Oha, das‘ ja schick. Das lese ich jetzt mal." Dann Kommentare zu lesen, die genau das sagen, macht mich wirklich happy. Insbesondere dann, wenn man mich in Reviews markiert und schreibt, dass man erst durch Fanart auf das Buch aufmerksam geworden ist, habe ich mein Ziel erreicht. Fanart allgemein ist so eine schöne visuelle Stütze oder eher ein visueller Einstieg in ein Buch. Als Künstler*in kann man so darstellen, wie sich die Welt für einen angefühlt hat, wie die Figuren wirken oder aussehen. Ich kombiniere meine Posts daher sehr gerne mit passender Musik und einem Zitat aus dem Buch, um die Betrachtenden sozusagen genau in meine Position, als ich das Buch gelesen habe, zu stecken (Ich bin ein großer Fan von immersivem Zeug, wie man merkt). Und danach wäre mein eigentliches, geheimes Ziel, dass man sich fragt: „Wo ist die glatzköpfige Version?“ Viele aus unserer Community zeichnen selbst oder träumen davon, einmal Buchillustrationen zu gestalten. Welchen Rat würdest du ihnen mit auf den Weg geben? Die kurze Antwort ist: Just keep drawing. Für die lange Antwort gibt’s einen kurzen Throwback zu der Zeit, als ich meine ersten Aufträge erhalten habe: Damals war mein Username noch cardanstailsdraws (das muss erwähnt werden, weil ich den Namen immer noch toll finde) und habe die meiste Zeit damit verbracht, Charaktere aus Büchern zu illustrieren, die ich selbst geliebt habe oder interessant fand. Also zu ungefähr 80 Prozent Aaron Warner aus Shatter Me und zwischendurch auch mal andere Buchcharaktere. Dazu habe ich mich viel mit Leuten aus der Community über (Warner und) Bücher ausgetauscht. Ich habe einfach sehr konsequent das illustriert, was mir persönlich Spaß gemacht hat. Mein erster richtiger Auftrag, zu dem meine Illustrationen abgedruckt wurden, war dann lustigerweise ein Lesezeichen-Set zu der Shatter Me-Reihe (Shoutout an FairyLoot). Manifestieren funktioniert also anscheinend. Und damit kommt auch meine längere Antwort: Malt das, was euch Spaß macht, was euch inspiriert und macht Illustrationen zu Büchern, bei denen ihr Leuten danach ungefragt 20 Minuten lang erklären wollt, warum sie sie lesen müssen. Ich glaube, dass es da auch erstmal wichtig ist, zu erkennen, dass man nichts erzwingen und erstmal seinen eigenen Stil und seine eigenen Präferenzen in der Kunst finden sollte – das macht man am einfachsten mit Übung durch persönliche Projekte, die einem Spaß machen, und Unterstützung in einer Community. Wie gesagt, Fanart als Manifestationsmethode kann ich wirklich nur empfehlen. Blick auf den Schreibtisch von Line im Entstehungsprozess der Illustration. Wie sollen wir bloß bis Oktober warten?! Nach diesem Blick hinter die Kulissen freuen wir uns ehrlich gesagt nur noch mehr darauf, DAGGERMOUTH endlich in den Händen zu halten. Denn schon die Illustration gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie atmosphärisch die Welt von New Found Haven wird, und wie viel hinter Shadera und Greyson steckt, das wir auf den ersten Blick vielleicht noch gar nicht erkennen. Ab dem 5. Oktober könnt ihr selbst in die düstere Welt von DAGGERMOUTH eintauchen und herausfinden, was passiert, wenn ausgerechnet eine Rebellin und der Sohn des Präsidenten aneinandergekettet werden. Denn Shadera hatte eigentlich nur einen Auftrag: Greyson zu töten. Stattdessen sitzt sie nun mitten in dem Regime fest, das sie abgrundtief hasst, und ausgerechnet ihr größter Feind könnte zu etwas werden, das für beide noch viel gefährlicher ist. Wir sind sowas von ready für die Rebellion. 🖤. Daggermouth. Er ist ihr Untergang. Sie ist seine Rebellion. New Found Haven ist in Ringe aus Reichtum und Elend geteilt und wird von einer maskierten Elite beherrscht. Greyson Serel gibt sich als perfekter Sohn des Präsidenten - doch er hütet Geheimnisse, die das System zu Fall bringen könnten. Das letzte, was er jetzt braucht, ist eine arrangierte Ehe mit einer Frau, die ebenso gefährlich wie attraktiv ist. Rebellin Shadera hatte den Auftrag, ihn zu töten. Aber seit ihr Attentat misslang, sitzt sie im Herzen jenes Regimes fest, das sie abgrundtief hasst - festgekettet an ihren größten Feind! Doch was als erzwungene Verbindung begann, wird bald zu einem Spiel aus Misstrauen, Macht und Verlangen, das eine Revolution auslösen könnte. Denn Liebe jenseits des eigenen Rings bedeutet den sicheren Tod! »DAGGERMOUTH hat mich in seinen Bann gezogen. Dieses Buch hat ALLES, was man sich von einer düsteren Dystopie nur wünschen kann!« Sable Sorensen. Autorin des Blogartikels. Lena von #TeamLYX. Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.

Am 19. Mai erscheint mit Fever Dream endlich der neue Roman von Elsie Silver bei uns! Wir zählen schon die Tage und sind mehr als bereit für ihre nächste Geschichte. Nach ihren bisherigen Büchern, die uns mit starken Figuren, und genau der richtigen Portion Gefühl überzeugt haben, dürfen wir uns diesmal auf eine Cowboy Romance freuen, die garantiert wieder für Herzklopfen sorgt. In Fever Dream entführt uns Elsie in eine Welt voller Leidenschaft, Spannung und genau den Dynamiken, die wir an ihr so lieben. Im Interview mit uns spricht sie über die Idee hinter der Geschichte, ihre Figuren und ihren Schreibprozess – also unbedingt dranbleiben! 👀✨. Als aller Erstes: OMG, aus der ROSE HILL-Reihe und der CHESTNUT SPRINGS-Reihe werden Fernsehserien!!! Wie fühlt sich das an? Absolut surreal. Ich bin unfassbar aufgeregt und einfach nur dankbar für all diese Möglichkeiten. Ich kann es kaum erwarten, diese Geschichten on screen zum Leben erwacht zu sehen! Reality-Dating-Shows und Western-Vibes sind eine ziemlich unerwartete Mischung! Wie kam es zu dieser Idee, und hattest du beim Schreiben bestimmte Shows oder Szenen im Kopf? Vor Jahren habe ich eine Fernsehserie namens „UnREAL“ gesehen. Sie handelte von einer Dating-Show und begleitete vor allem eine Produzentin während ihrer Zeit am Set. Es gab Romanzen … aber nicht auf eine befriedigende Art. Alles war chaotisch und toxisch (und trotzdem unterhaltsam!), ohne ein echtes Happy End. Ich fand die Serie toll, aber nicht das Ende – und das brachte mich dazu, über all die möglichen Wege nachzudenken, wie so eine Geschichte auch verlaufen könnte . Von da an hat mein Hirn die Idee einfach weitergesponnen. Hast du eine Lieblings- Dating -TV-Show? Ehrlich gesagt schaue ich nicht regelmäßig Reality-Dating-Shows. Ich bin in der Zeit aufgewachsen, als „The Bachelor“ richtig groß wurde, und habe damals die ersten Staffeln gesehen. Außerdem war ich ein großer Fan von den Serien „Laguna Beach“ und „The Hills“, als diese beliebt waren. Für die Recherche zu diesem Buch habe ich dann aber doch einige Formate geschaut, darunter auch eine kanadische Show namens „Farming for Love“, in der mehrere Farmer auf ihrer Dating-Reise begleitet wurden. Die fand ich besonders cool, weil ich alle Drehorte wiedererkannt habe! Viele Leser:innen sagen, dass sich deine Geschichten nach zu Hause anfühlen. Was macht für dich persönlich das Herz einer guten Small-Town-Romance aus? Eine traumhafte, lebendige Kulisse, in der man sich leicht reinversetzen kann, zusammen mit einer starken Nebenfiguren-Besetzung oder einer eng verbundenen Familiengruppe. Das Gefühl, man würde dort gerne leben und mit diesen Menschen befreundet sein wollen, ist unglaublich tröstlich. Welche Aspekte an Fever Dream begeistern dich besonders? Ich liebe gute Wortgefechte in Liebesromanen, und Emmett und Julia liefern davon reichlich! Aber ich liebe auch einfach die sehnsuchtsvolle Spannung zwischen den beiden. Für sie steht so viel auf dem Spiel, und die Konsequenzen sind so real, dass es einfach UNGLAUBLICH befriedigend ist, wenn sie schließlich doch nachgeben. Gibt es eine bestimmte Szene in Fever Dream, die dir beim Schreiben besonders nahegegangen ist? Ich denke an die Szene in der Kneipe, in der Julia sich Emmett gegenüber wirklich öffnet und einen Schluck von seinem Drink nimmt. Das ist subtil, aber sehr symbolisch – ein Wendepunkt in ihrer Beziehung, an dem beide ein wenig von ihren Gefühlen füreinander überwältigt sind. Wenn Emerald Lake ein echter Ort wäre, was würden wir dort auf keinen Fall verpassen dürfen? Gibt es Lieblingsorte, die du mit dieser Welt verbindest? Ich würde sagen, man müsste unbedingt Julias Spezial-Omelett im Diner probieren und danach eine Wanderung hinauf zum Prickle Point machen! Gibt es reale Orte, die Emerald Lake inspiriert haben? Emerald Lake ist lose von Kelowna in British Columbia, Kanada, inspiriert. Es ist eine Kleinstadt (und ich habe dort tatsächlich einmal gelebt!), eingebettet in ein unglaublich malerisches Tal. Ich würde definitiv einen Besuch empfehlen, falls ihr mal in Kanada seid! Last but not least: FEVERDREAM in drei Worten? All the feels. Autorin des Blogartikels. Lena von #TeamLYX. Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.

Revolve von Bal Khabra ist ja das erste LYX-Buch, welches du übersetzt hast. Wie war das für dich? Ich habe mich damals total über die Anfrage von LYX gefreut, war gleichzeitig aber auch ein wenig nervös, weil es sich bei REVOLVE um den dritten Band einer Reihe handelt und die ersten beiden Bände von einer anderen Übersetzerin übernommen wurden. Ich habe die ersten beiden Bücher aber von meiner Lektorin zugeschickt bekommen und konnte mich so vorher in den Stil einlesen. Die Arbeit an REVOLVE hat mir viel Freude bereitet, weil es so viele schöne Momente zwischen den Figuren gibt, die mir beim Übersetzen richtig ins Herz gegangen sind. Was ist etwas, was man nur versteht, wenn man professionell übersetzt? Deutsch ist nicht gleich Deutsch – in Bayern benutzt man Redewendungen oder Begriffe, die man in Berlin gar nicht kennt. Ich selbst komme aus Düsseldorf und habe viele Jahre am Niederrhein gelebt. Beim Übersetzen muss ich aufpassen, dass mein persönlicher Sprachgebrauch nicht zu sehr durchscheint. Es macht eben einen Unterschied, ob eine Figur eine Knifte, eine Stulle oder einfach ein Butterbrot isst. 😄 Wenn du eine Szene mit viel Spice übersetzt: wie gehst du daran heran, damit sie im Deutschen genauso wirkt wie im Original? Genau das ist der springende Punkt – die Wirkung. Beim Übersetzen geht es mir in erster Linie darum, Stimmung, Erzählhaltung und Figurendynamik des Originals treffend zu übertragen. Die reine Wortebene ist da meistens zweitrangig. Gerade bei Spice muss ich mich oft vom Ausgangstext lösen , damit es für Lesende sinnlich ist. Das Englische ist bei der Beschreibung von Körperteilen z. B. sehr viel genauer und kleinteiliger als das Deutsche. Wenn ich da nah am Original bleibe, kann es für Lesende schnell unübersichtlich werden. Außerdem klingen vulgäre Begriffe im Deutschen meistens viel härter. Da ist dann ganz viel Feingefühl gefragt , damit man die Figuren nicht ungewollt abwertet. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich vor der Übersetzung der ersten Spice-Szene Rücksprache mit meiner Lektorin gehalten und mich mit ihr gemeinsam auf einen Stil geeinigt. Und ich hatte ja die beiden Vorgänger-Bände, an denen ich mich orientieren konnte. Gibt es Wörter oder Formulierungen im Englischen, die sich im Deutschen nur schwer einfangen lassen? Hast du ein Beispiel, bei dem du richtig tüfteln musstest, bis es gepasst hat? Alles, was in Richtung „Banter“ geht, wird schnell kniffelig. Bei REVOLVE gab es im englischen Original zum Beispiel eine Stelle, wo Dylan zu Sierra so etwas sagt wie: „I like it when you have your way with me“. Ich stand total auf dem Schlauch, bis meine Lektorin einen richtig guten Vorschlag gemacht hat („Ich mag es, wenn du mich dir gefügig machen willst“), der total zur Situation gepasst hat. Noch herausfordernder ist es, wenn Wortspiele verwendet werden. Da bin ich jedes Mal sehr erleichtert, wenn ich ein deutsches Äquivalent finde, weil es wirklich schade es, wenn so etwas in der Übersetzung verloren geht. Beim Übersetzen von Romance geht es oft stark um Stimmung und Chemie zwischen den Figuren. Woran merkst du, dass eine Szene im Deutschen funktioniert? Ich mache in der Regel drei Übersetzungsdurchgänge, bevor ich einen Text zum Lektorat schicke. Beim dritten Durchgang lege ich das englische Original weg und lasse den deutschen Text als solchen auf mich wirken. Spätestens da stelle ich dann fest, ob ein guter Lesefluss entsteht oder ob es an einigen Stellen noch knirscht – das merke ich daran, dass ich beim Lesen selbst über manche Sätze stolpere. Wo auch immer das der Fall ist, gehe ich noch ein letztes Mal drüber und tüftele so lange herum, bis es mir gefällt. Und wenn ich beim Lesen meiner Übersetzung selbst lächeln muss, weiß ich, dass es passt. 😊 Wenn Leser:innen ein übersetztes Buch lesen, was würde sie überraschen, wenn sie wüssten, wie viel Arbeit und Entscheidungen hinter einzelnen Sätzen stecken? Man muss beim Übersetzen wirklich so viele Entscheidungen treffen! Das fängt damit an, dass man überlegt, ob Figuren sich jetzt Duzen oder Siezen (das Englische macht es sich da ja sehr leicht), oder dass man als Übersetzerin plötzlich das Gender einer Figur festlegen muss, die im englischen Text nur als „coach“ oder „lawyer“ auftritt. Auch die Frage, für welche Begriffe man deutsche Äquivalente sucht und welche man einfach auf Englisch stehen lässt (gerade im amerikanischen College-Kontext), ist immer wieder knifflig. Für REVOLVE habe ich außerdem sehr viel Zeit damit verbracht, Eishockey-Regeln und Eiskunstlauf-Begriffe zu recherchieren. Dialoge sind ebenfalls immer eine Herausforderung! Gerade hier drücken sich die Eigenschaften einer Figur aus. Beim Übersetzen von mündlicher Rede ist es nicht immer leicht, den richtigen Ton zu treffen. Man fragt sich ständig: „Sagt man das so?“; oder: „Würde diese Figur so reden?“. Da spielt so viel mit rein: die Generation , der Sprachkontext , das Verhältnis zwischen den Figuren, der soziale Hintergrund , das Setting und so weiter und so fort. Zum Schluss: Liest du selbst eher übersetzte Bücher oder das englische Original? Eine Zeit lang habe ich fast ausschließlich auf Englisch gelesen. Ich lese inzwischen aber auch wieder mehr Übersetzungen, um meine Kolleg:innen zu unterstützen – und um mich inspirieren zu lassen. Es ist wichtig, im Englischen fit zu bleiben, aber Deutsch ist und bleibt meine Arbeitssprache. Autorin des Blogartikels. Lena von #TeamLYX. Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.

Am 02.03. erscheint mit Novel Haven – Sound of Dreams der Abschlussband der Reihe von Anabelle Stehl. Und mit ihm schließt sich ein Projekt, das weit über die Buchseiten hinausgewachsen ist. Denn Novel Haven gibt es inzwischen nicht nur als Buch, sondern auch als Spiel in derselben liebevollen Pixeloptik, die viele von euch schon vom Cover und den Stickerbögen kennen. Gemeinsam mit @skycatgames ist ein kostenfreies Game für Steam entstanden, das die Atmosphäre der Reihe noch einmal ganz anders erlebbar macht. Für uns fühlt sich das immer noch ein bisschen unwirklich an. Grund genug, mit dem Pixelartist Sebastian zu sprechen, der diese cozy Welt visuell geprägt und das Spiel mitentwickelt hat! 🎮 Und wir würden nicht von Novel Haven sprechen, wenn das Interview nicht buchgetreu auch von unseren Pixel-Charakteren aus Sebastians Feder geführt worden wäre. Aus den Chats mit Sebastian. Alle Bücher aus der Reihe. Let's Play Novel Haven together. Passend zum Release gibt es natürlich auch ein gemeinsames Let’s Play. Am Mittwoch um 18 Uhr geht Anabelle auf ihrem Twitch-Kanal live und nimmt euch mit durch Novel Haven. Ob ihr zuschaut, Fragen stellt oder parallel selbst ins Spiel startet – wir freuen uns auf einen gemütlichen Release-Abend mit euch. Den Link zu Anabelles Kanal findet ihr in unseren Stories. Mit Sound of Dreams findet die Geschichte von Novel Haven ihren Abschluss, aber die Welt lassen wir noch nicht ganz los. 🥹 Auch dank Sebastian, der mit seiner Pixel Art so einen einzigartigen Look in diese Welt gebracht hat. Zu sehen, wie aus Cover-Elementen, Farbpaletten und kleinen Details eine spielbare Version von Novel Haven entstanden ist, fühlt sich immer noch ganz besonders an. Dass in dem Spiel auch so viele Easter Eggs aus der LYX-Welt auftauchen, ist uns eine riesige Ehre. Vielleicht entdeckt ihr beim Spielen ja auch die ein oder andere Überraschung, die euch bekannt vorkommt?! 👀💕. Autorin des Blogartikels. Lena von #TeamLYX. Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.

Erinnerst du dich noch an dein erstes Hörbuch bei LYX? Welches war das und ist dir da etwas Besonderes im Gedächtnis geblieben? Auf jeden Fall erinnere ich mich daran! Das erste Hörbuch für LYX war "Lessons in Forgiving" von Selina Mae. Ich mochte den Humor der Geschichte sofort und hatte großen Spaß daran, die durchsetzungsstarke und quirlige Protagonistin Paula zum Leben zu erwecken. Mir ist vor allem die gute Stimmung im Tonstudio während der Aufnahmen und drum herum in Erinnerung geblieben. Ich habe dort das erste Mal, jenseits von E-Mails, Gesichter zu den Menschen bei LYX bekommen und alle waren unglaublich nett! Das hat meine ersten Aufnahmetage hinter der berühmten blauen Tür des Tonstudios wirklich ganz besonders schön gemacht. Mittlerweile besitze ich sogar ein von Selina Mae signiertes Exemplar des Buches in meinem Bücherschrank, das mich immer an dieses erste Projekt erinnert. Hörst du dir deine eigenen Hörbücher nochmal an, sobald sie fertig sind? Tatsächlich nicht. Wenn Zeit ist, mache ich gerne so etwas wie eine Qualitätskontrolle. Ich höre mir dann auszugsweise ein paar Stellen aus meinen Hörbüchern an, um meine Leistung einzuschätzen und mich eventuell noch irgendwo verbessern zu können. Das zählt für mich aber zur Arbeit. In meiner Freizeit höre ich eher Geschichten, die von anderen Menschen und mittlerweile teils sogar von sehr liebgewonnenen Bekanntschaften aus der Branche gesprochen wurden. Das ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis und fühlt sich manchmal wie eine extra lange Sprachnachricht von Freunden an. Gibt es ein LYX-Hörbuch, das dir besonders nahe gegangen ist und warum? Nahe gegangen im Sinne von "Oh mein Gott, es war so spannend, ich war so voll dabei!" - Ja! Und zwar war das definitiv "Bitten" von Jordan Stephanie Gray. Ich weiß noch, dass ich bei der Vorbereitung zu diesem Hörbuch im Frühjahr 2025 auf meinem Balkon saß und dachte: "Cool, das gibt mir voll die Twilight-Vibes" und im Tonstudio gab es dann kein Halten. Dieses Buch ist so voller Action und Emotionen, dass mich die POV der Protagonistin beim Erzählen gepackt, mitgerissen und nicht mehr losgelassen hat. Diese Geschichte zu erzählen hat wirklich ganz besonders viel Spaß gemacht und war so atmosphärisch, dass sich die Szenen für mich teils so angefühlt haben, als wäre ich wirklich gerade live dabei, wie ich vor Werwölfen fliehe und um meine beste Freundin bange. Hast du ein LYX-Lieblingshörbuch von dir? Wenn ja, welches? Nach meiner begeisterten Antwort auf die vorangegangene Frage vermutlich keine Überraschung: "Bitten" von Jordan Stephanie Gray. Wie gehst du mit emotional intensiven Szenen um? Gute Frage! Schwer eindeutig zu beantworten. Grundsätzlich ist mein Ansatz, aus meinem Schauspiel-Background heraus: Ich erzähle die Geschichte, also kontrolliere ich die Emotionen, die ich transportiere. Ich beeinflusse, ob der Text in meiner Lesung heiter, traurig oder beispielsweise wütend gefärbt ist und habe darüber als Erzählerin - eine Position, in welcher ich ja eine große Verantwortung trage - immer den Überblick. Im besten Falle spült mich eine Emotion nicht davon, sondern ich nehme sie wahr und nutze sie, um die Geschichte authentisch zum Leben zu erwecken. Das Gleiche gilt für mich auf der Bühne, im Film oder bei Synchronisationen. Aber ich wähle hier bewusst die Formulierung "im besten Fall", denn es ist mir auch schon passiert, dass mir eine Erzählung SO UNFASSBAR nahe gegangen ist, dass ich die Tränen im Studio nicht zurückhalten konnte. Ich mache, wenn die Emotionen mich übermannen, an solchen Stellen dann eine kleine Pause und versuche mich wieder zu fangen, denn eine Erzählung die bewegt, ist meiner Meinung nach das Tollste was es gibt, ein zu bewegter Erzähler/eine zu bewegte Erzählerin jedoch nicht. Aber das ist nur meine Auffassung davon. Besonders froh bin ich auf jeden Fall über die Menschen, mit denen man im Tonstudio bei den Aufnahmen zusammenarbeitet und die mit einem auch schon mal gemeinsam ein Tränchen verdrücken! Wie bereitest du dich auf ein neues Hörbuch vor, bevor du ins Studio gehst? Sehr gründlich. Ich lese die Geschichte mindestens einmal vorab und mache mir Notizen im Skript. Diese beinhalten alles Mögliche, z. B. markiere ich, wer genau spricht in unterschiedlichen Farben, oder wann ich die Stimme hebe und wann senke, an welchen Stellen ich auf keinen Fall absetzen darf, um Luft zu holen, damit die Sinnhaftigkeit des Satzes nicht verloren geht. Außerdem notiere ich, wenn mir Wörter neu sind, ihre Bedeutung und natürlich ihre Aussprache, oder mache mir für letzteres eine kleine Sprachnotiz, um sie im Studio abspielen zu können. Mein Lieblingsteil in der Vorbereitung ist immer, wenn ich mir für die Stimmung der Charaktere in einer wörtlichen Rede kleine Smileys mit der passenden Emotion zum Satz daneben male. :) Wie findest du die richtige Stimme für die Figuren, besonders bei Dialogen? Das kommt meistens ganz von allein. Oft werden die Charaktere ja in der Geschichte an irgendeiner Stelle beschrieben. Diese Beschreibungen sammle ich raus und weiß dann meist ziemlich schnell, wie die Stimme für mich klingen soll. Für den Feinschliff in der Sprache laufe ich aber auch schon mal mit mir selbst redend durch meine Wohnung, oder führe auf der Autofahrt zum Tonstudio rege Selbstgespräche in Character, um mir die unterschiedlichen Stimmen kurz vor der Aufnahmen noch mal genau in den Kopf zu rufen, damit auch bei Dialogen ganz klar ist, wer gerade das Wort hat. Was braucht es für dich, damit eine Aufnahme richtig gut läuft? Eine große Flasche stilles Wasser, einen Kaffee mit Hafermilch, vorzugsweise bereits kalt (pls don't judge me), richtig leckere Snacks, die viel Energie liefern für die Pausen, um die Konzentration während der Aufnahme halten zu können und nette Menschen im Tonstudio um mich herum. Gibt es technische Details oder Studio-Rituale, ohne die du nicht arbeiten möchtest? Ich glaube, besagter kalter Kaffee während der Aufnahme ist da fürchte ich schon alles, was ich hier als Ritual aufzählen kann. Vielleicht kann ich diesen noch um ein gutes Frühstück vor Aufnahmebeginn erweitern. Auf die Gefahr hin, dass ich wie ein Hobbit klinge, aber gut gegessen zu haben vor der Aufnahme ist das beste Ritual, um im Studio lange durchhalten zu können. Wie gehst du mit Versprechern oder schwierigen Passagen um? Bei Versprechern, ärgere ich mich meist grün und blau, obwohl das eigentlich Quatsch ist, weil sie einfach zur Arbeit dazugehören. Niemand liest vor, ohne sich mal zu verhaspeln und an dieser Stelle bin ich immer sehr dankbar für den Schnitt, der die Hörbücher dann zu einem fehlerfreien Hörgenuss werden lässt. Wenn Passagen richtig schwierig sind, dann übe ich sie in der Vorbereitung ausgiebig, indem ich sie mir selbst laut mehrfach vorlese. Das ist aber leider keine Garantie dafür, dass man sich im Studio dann nicht verspricht, vor allem nicht, wenn man schon ein paar Stunden in der Aufnahme sitzt und diese Passage nicht das Erste ist, was man an dem Tag spricht. Was wünschst du dir, das Hörer:innen über Hörbücher wissen oder fühlen, wenn sie deine Stimme hören? Ich glaube, das absolut schönste für mich wäre es, wenn die Hörer:innen beim Hören meiner Hörbücher komplett in die Geschichten eintauchen könnten. Ich gebe mir immer die größte Mühe damit, die Welten in den Geschichten, die ich erzählen darf, lebendig werden zu lassen und wenn das auch bei den Zuhörer:innen so ankommt, wäre ich wirklich sehr glücklich. Für alle, die auch gerne einmal professionell sprechen möchten: Braucht man deiner Meinung nach eine „besondere“ Stimme, oder etwas ganz anderes? Ich glaube ehrlicherweise ist eine besondere Stimme ganz egal, wirklich, oder maximal so etwas wie ein netter Bonus. Was man als besonders empfindet, ist ja auch komplett subjektiv. Viel wichtiger ist eine belastbare Stimme, wenn man damit den ganzen Tag arbeiten möchte und vor allem die Fähigkeit, nur durch Sprache Emotionen glaubhaft zu transportieren. Man benötigt ein sehr gutes Textverständnis, muss ein Gefühl dafür haben, wie man verschiedene Genres greift und muss dialekt- und akzentfrei sprechen können. Das alles in Kombination lernt man, finde ich, am besten an einer Schauspielschule. Geschichten erzählen ist ein Handwerk, das man lernen kann, die Stimme ein Instrument, das man trainieren kann, und wenn man in diesen Grundlagen gut ausgebildet ist, liegt das besondere der Stimme vielleicht nicht in dem erstmal offensichtlichen, wie ein schöner Klang, sondern z.B. vielleicht in einer hohen Wandelbarkeit, oder einer großen Glaubwürdigkeit. Wenn ich hier so darüber nachdenke, steht einem der Wunsch "eine besondere Stimme haben zu wollen" vielleicht sogar eher im Weg, um das Wesentliche zu lernen, was es für das Handwerk braucht, weil man sich damit definitiv auf die falschen Dinge konzentriert. Autorin des Blogartikels. Lena von #TeamLYX. Meine Bookie-Schwächen sind aufwändige Farbschnitte, Romantasy & Forbidden Love in Kombination mit Forced Proximity. Monatlich lese ich irgendwas zwischen 5 und 5.000 Seiten.